Warum Standard-Brillengläser oft nicht ausreichen

Es ist ein bekanntes Phänomen: Die Sehstärke wurde korrekt gemessen, die neue Brille sitzt gut, aber trotzdem fühlt sich das Sehen in den ersten Tagen anstrengend an. Manchmal verschwimmen die Ränder oder es entsteht ein leichtes Schaukelgefühl, wenn man den Kopf dreht. Solche Effekte entstehen oft dann, wenn Brillengläser nach einem vereinfachten Standardmodell des Auges gefertigt werden.

Da bei Optik Barth die Gesundheit und der Sehkomfort unserer Kundinnen und Kunden im Zentrum stehen, setzen wir auf einen anderen Ansatz. Wir arbeiten eng mit dem Glashersteller Rodenstock zusammen, weil dort die individuelle Anatomie jedes einzelnen Auges die Grundlage für das Brillenglas bildet. Doch was bedeutet das technisch genau?


Biometrie statt Standardmass

Jedes Auge ist in seiner Form und seinen optischen Eigenschaften einzigartig. Die Technologie „B.I.G. Vision“ von Rodenstock trägt diesem Umstand Rechnung und setzt so neue Massstäbe für ein bestmögliches Seherlebnis. Anstatt mit Durchschnittswerten zu arbeiten, wird mithilfe des sogenannten DNEye® Scanners ein persönliches, biometrisches Modell der Augen erstellt. Sämtliche biometrischen Parameter fliessen anschliessend direkt in die Produktion der Brillengläser ein. Diese B.I.G. Exact™ Brillengläser sorgen für ein uneingeschränktes, dynamisches und natürliches Seherlebnis.

Wie sich die Massanfertigung im Alltag bemerkbar macht

Wenn ein Brillenglas nicht nur die Dioptrienzahl korrigiert, sondern exakt auf die Form des Auges abgestimmt ist, verändern sich die Trageeigenschaften deutlich. Dies zeigt sich in mehreren Bereichen:

  • Spontanverträglichkeit: Durch die genaue Anpassung entfällt für das Gehirn ein Grossteil der Anpassungsarbeit. Das führt zu einer extrem kurzen Eingewöhnungszeit.

  • Stabilität beim Sehen: Die Gläser ermöglichen ein stufenlos scharfes Sehen im Nah-, Zwischen- und Fernbereich. Störende Schaukeleffekte bei Bewegungen treten nicht mehr auf.

  • Kontrast und Dämmerung: Das biometrische Glas sorgt zudem für eine bessere Sicht in der Dämmerung und bei reduzierter Blendung.

Die besondere Herausforderung: Gleitsicht

Moderne Gleitsichtgläser decken Nah-, Zwischen- und Fernbereich stufenlos ab, ganz ohne sichtbare Trennlinie im Glas. Ein bekanntes Problem bei dieser Glasart sind jedoch Verzerrungseffekte am Rand, die durch das Zusammenspiel von Augenbewegung und wechselnden Schärfebereichen entstehen und manchmal zu Kopfschmerzen führen. Durch die präzise 3D-Vermessung von Gesichtsform, Augenabstand und der gewählten Fassung lassen sich diese Effekte bei individuell gefertigten Premium-Gleitsichtgläsern auf ein kaum wahrnehmbares Mass reduzieren.

Spezialgläser für Beruf und Sport

Neben dem Alltag gibt es Situationen, in denen die Augen stark einseitig belastet werden. Bei langer Bildschirmarbeit helfen spezielle Nahkomfortgläser, die grosszügige Sehbereiche für typische Arbeitsdistanzen bieten. Das entlastet nicht nur die Augen, sondern beugt auch Nackenverspannungen durch eine ergonomischere Haltung vor. Im aktiven Bereich wiederum lassen sich Sportbrillen mit Sehstärken von bis zu +/-8 Dioptrien individuell anpassen. Sie schützen vor Wind und Staub und bieten klare Sicht bei voller Bewegung.

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